Gartenpflege - eine Aufgabe für das ganze Jahr
Es ist schon schwer, einen Garten zu planen und anzulegen, die Pflege des Gartens im Laufe der folgenden Jahre ist jedoch auch nicht zu unterschätzen. Jeder Gartentyp verlangt eine andere Pflege, ob es ein Zier- oder Steingarten ist, ein Obst- oder Gemüsegarten, auch ein Wassergarten braucht ganz spezielle Aufmerksamkeit.
In den meisten Gärten gibt es einen Bereich, in dem ein Rasen angesät ist, sei es als Nutzfläche zum Spielen oder als Gestaltungselement. Aber auch ein Rasen benötigt Pflege und muss regelmäßig gemäht und gedüngt werden; wichtig ist auch, den Rasen zu vertikutieren, denn mit dieser Durchlüftung wird das Wachstum angeregt und die Wasseraufnahme des Bodens gefördert.
Der erste Eindruck, den man von einem Garten bekommt, wird oft von einer Hecke geprägt; deshalb sollte man diesen Gartenteil nicht vernachlässigen. Hecken müssen regelmäßig geschnitten werden, sonst wachsen sie zu hoch und man muss sie komplett reduzieren; es vertragen jedoch nicht alle Heckenpflanzen einen starken Rückschnitt, möglich ist dies z.B. bei Buche, Buchs, Weiß-, Sand- und Feuerdorn, Liguster, Forsythie und Eibe. Was man nicht vergessen darf: auch Hecken benötigen Wasser, v.a. im Frühjahr und Frühsommer, wenn die Wurzeln aktiv werden; durch einen regelmäßigen Schnitt mehrmals im Jahr bekommt die Hecke dann die gewünschte Form.
Den größten Arbeitsaufwand im Garten benötigt sicherlich der Gemüsegarten, denn hier ist das ganze Jahr über etwas zu tun. Das beginnt schon mit der Aussaat im Frühjahr, der Pflege im Sommer und der Ernte im Herbst; dafür bekommt man aber auch frisches, gesundes Gemüse aus dem eigenen Garten, und das bis weit in den Winter hinein z.B. mit Rosenkohl, der erst einmal Frost braucht oder mit Feldsalat, der noch im Dezember im Garten stehen kann. Nach dem Abernten der Beete werden diese mit dem Spaten umgegraben, damit sich der Boden im Winter lockern kann; ein Fruchtwechsel im nächsten Jahr hilft Krankheiten vorzubeugen und verbessert außerdem die Bodenstruktur. Zwei Wochen vor der Aussaat oder dem Pflanzen im Frühjahr sollte noch ein Dünger in den Boden eingearbeitet werden, um das Wachstum zu verbessern. Auch ein Wassergarten braucht viel Pflege; wichtig ist v.a. im Herbst die Blätter von der Wasseroberfläche zu entfernen, damit sie nicht absinken und Schadstoffe bilden, die die Qualität des Wassers verschlechtern. Die größten Probleme im Winter sind das Zufrieren und der dadurch entstehende Sauerstoffmangel. Dagegen hilft ein Eisfreihalter aus dem Baumarkt oder dem Gartenfachhandel, und ansonsten gilt nicht nur für den Garten sondern auch für den Gärtner – im Winter ist Ruhe angesagt.